Branche

Messestand für IT und Software

Kein physisches Produkt, dafür Lärm von allen Seiten: Demo-Pods, Akustik, Meetingflächen und die Frage, warum jemand stehen bleiben sollte.

IT- und Softwareanbieter haben ein Grundproblem auf Messen: Es gibt nichts zu zeigen. Kein Exponat, keine Maschine, kein Produkt zum Anfassen — nur Bildschirme, auf denen etwas läuft, das man aus zehn Metern nicht erkennt. Der Stand muss deshalb Aufmerksamkeit erzeugen, die anderswo das Produkt erzeugt.

Typische Standgröße
12 bis 100 m², häufig Eck- oder Inselstand
Kritisch
Akustik, Gesprächskapazität, ein Grund zum Stehenbleiben
Medienbedarf
Hoher Strombedarf, stabile Netzwerkanbindung, viele Ladeplätze
Leitmessen
DMEXCO, it-sa, ISE, embedded world, IBC, Mobile World Congress
Besonderheit
Ohne physisches Produkt entscheidet die Standarchitektur

Was Ihr Stand können muss

Einen Grund zum Stehenbleiben geben

Eine Wand mit Logo und drei Bildschirmen reicht nicht. Was funktioniert: eine konkrete Aussage in großer Schrift, die ein Problem benennt statt einer Produktkategorie. Dazu ein Format, das Menschen bindet — eine Kurzdemo im Zehn-Minuten-Takt, eine kleine Bühne, ein interaktives Element.

Die Akustik in den Griff bekommen

Das größte praktische Problem

Auf IT-Messen führen alle Nachbarn gleichzeitig etwas vor. Offene Beschallung führt dazu, dass am eigenen Stand niemand mehr ein Wort versteht. Was hilft: Kopfhörer für Demos statt Lautsprecher, ein akustisch abgesetzter Gesprächsbereich, absorbierende Materialien an Rückwand und Decke — und Displays, die auch ohne Ton verständlich sind.

Demo-Plätze richtig bauen

Ein Demo-Pod funktioniert, wenn zwei Menschen nebeneinander auf denselben Bildschirm schauen können, ohne sich zu verrenken. Das heißt: Bildschirm auf Augenhöhe im Stehen, Ablagefläche für Notizbuch und Kaffee, und genug Platz, dass ein Dritter dazutreten kann.

Gesprächsfläche statt Ausstellungsfläche

Bei erklärungsbedürftiger Software sind Gespräche lang. Rechnen Sie mit mehr Sitzplätzen, als Sie auf einer Produktmesse bräuchten — und mit mindestens einem abgetrennten Bereich für vertrauliche Themen wie Sicherheit, Preise oder Vertragsdetails.

Strom und Netz nicht unterschätzen

Displays, Rechner, Ladeplätze und Netzwerktechnik summieren sich. Und: Das Messe-WLAN ist auf großen Veranstaltungen regelmäßig überlastet. Wenn Ihre Demo Internet braucht, brauchen Sie eine kabelgebundene Anbindung — nicht das offene Netz.

Ihre Leitmessen

Häufige Fragen

Lohnt sich eine LED-Wand?

Sie zieht Blicke, ersetzt aber keine Botschaft. Eine große, gut formulierte Aussage auf einer beleuchteten Fläche wirkt oft besser als bewegte Bilder, die niemand liest.

Wie verhindere ich, dass mein Stand zu laut wird?

Kopfhörer für Demos, absorbierende Materialien und ein abgesetzter Gesprächsbereich. Wir planen das als Teil der Konstruktion, nicht als Nachrüstung.

Brauche ich eine eigene Internetanbindung?

Wenn Ihre Demo online läuft, ja. Das Messe-WLAN ist auf großen Veranstaltungen unzuverlässig. Eine kabelgebundene Leitung bestellen wir beim Veranstalter mit.

Wie viele Gesprächsplätze brauche ich?

Mehr als Sie denken. Als Anhaltspunkt: ein Sitzplatz je zwei Standmitarbeitende im Schichtbetrieb, plus einen abgetrennten Bereich ab etwa 30 m².

Weiterführend: Messestand auf der IBC · Messestand 30 m² · Messestand Design

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